4,97 Prozent sind kein Grund, in Sack und Asche zu gehen, wie das sich jetzt andeutet und wie es vor allem auch von Medien den Verantwortlichen beim BSW eingeredet wird. Okay, es ist bitter und für die weitere Arbeit ungünstig, im Deutschen Bundestag nicht vertreten zu sein. Damit muss die BSW-Führung fertig werden. Und ihre Unterstützer sollten an Bord bleiben. Wegen der Dringlichkeit. Albrecht Müller.
Dringlich ist die Arbeit vor allem wegen des wichtigsten anstehenden Problems: alles zu unternehmen, um eine Ausweitung des Krieges in Europa zu verhindern und ihn zwischen Russland und der Ukraine zu beenden. Das BSW ist bisher die einzige politische Kraft, die das hinreichend erkannt hat.
Dringlich ist die politische Arbeit des BSW deshalb, weil eine andere Partei, auf die man früher gesetzt hätte, wenn es um den Frieden geht, ausfällt: Wenn in der SPD auch die letzte Hoffnung, der Fraktionsvorsitzende Mützenich, sich inzwischen eingetrübt hat und von Bord geht und durch einen Vertreter des Militärs in der SPD, durch Lars Klingbeil ersetzt wird, dann wird der Charakter dieser früheren Friedenspartei weiter verfallen. Wer bleibt denn dann noch als Friedensmacht? Auf die Linkspartei allein sollten wir uns nicht verlassen.
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